Raymond Sinnen, bourgmestre de Reckange-sur-Mess

sms2citizen pour téléphone mobile

Raymond Sinnen, Carlo Muller

sms2citizen permet l’envoi de messages courts par une commune sur n’importe quel téléphone mobile, sans frais, sur la base d’un abonnement volontaire, tour tel ou tel thème d’information. Il est résiliable à tout instant.

Une économie sensible des frais de diffusion de l’administration communale en résulte ainsi qu’une meilleure réactivité aux événements.

Pour lire cet article dans son intégralité, voir SIGIview, édition 3-2009

 

 

Joseph Schmit, secrétaire communal de la ville de Dudelange

Un fonctionnaire communal valorisé dans son travail

Joseph Schmit

L’administration communale de 400 collaborateurs de cette ville du sud s’implique quotidiennement dans le projet SIGILive, ensemble des programmes visant à améliorer non seulement la relation avec les élus et citoyens (MaCommune.lu) mais aussi le fonctionnement interne ou intercommunal (« Intranet SharePoint ») et la gestion des finances (« GESCOM »). Ces novations sont étroitement coordonnées avec les ministères du Grand-Duché.

Ces changements ont une influence sur la perception du fonctionnaire local qui devient un accompagnateur, un facilitateur de la vie du citoyen, plus attentif à ses exigences en étant moins accaparé par les tâches d’exécution quotidiennes.

Pour lire cet article dans son intégralité, voir SigiVIEW, édition 1-2011

 

 

Octavie Modert

Ministerin für Verwaltungsvereinfachung beim Premierminister

Ende 2011 nutzen die Bürger aus über 50 Gemeinden die Teledienste von macommune.lu . Ist Luxemburg bereit für die Vereinfachung der administrativen Verfahren auf Ebene des Großherzogtums und die Einführung eines wahren „E-Government“? Sicherlich ist die kommunale Dimension weniger komplex als die des Staates und seiner vielen Ministerien. Dennoch sollte auch die nationale Ebene entsprechend abgedeckt werden. Die beiden wesentlichen Instanzen macommune.lu und guichet.lu müssen es in enger Zusammenarbeit den Bürgern und Unternehmen ermöglichen, schnell und einfach ihre Behördengänge zu erledigen.

Wenn Luxemburg auch über sämtliche erforderlichen technischen Kompetenzen verfügt, so ist es nach wie vor notwendig, ganz genau die Abläufe in und zwischen den nationalen und kommunalen Verwaltungen sowie die Interaktionen zu bestimmen, um Online-Dienste zu bieten, die effizient, schnell und mit wenig Aufwand zu verwalten sind. Dies ist die organisatorische und menschliche Herausforderung dieses „E-Government”-Projekts, das für die Europäische Kommission Modellcharakter hat.

Ein weiterer Vorteil der Online-Schalter für Behördengänge ist die Mehrsprachigkeit, die in einem multikulturellen Land wie dem unseren unerlässlich ist: guichet.lu steht dem Bürger auf Französisch und Deutsch und künftig auch auf Luxemburgisch zur Verfügung. Der für Unternehmen bestimmte Teil ist auf Englisch und Französisch verfügbar. Macommune.lu, angeboten in fünf Sprachen, ist ein wichtiger Garant für die erfolgreiche Integration der Bürger ausländischer Herkunft. Dies ermöglicht es ihnen, ihr Gastland und die luxemburgische Sprache besser zu verstehen. In diesem Zusammenhang könnte das Projekt www.lod.lu (das Lëtzebuerger Online-Wörterbuch) nutzbringend in das Portal macommune.lu integriert werden und auf diese Weise die Begeisterung für unsere Sprache und unser kulturelles Leben fördern, auf die auf dieser Seite soviel Wert gelegt wird.

Den vollständigen Artikel finden Sie in SIGIview, Ausgabe Dezember 2011, Foto Deckblatt.

„Es liegt im Interesse aller, dass es uns gelingt, Behörden und Bürger miteinander zu vernetzen“

Carlo Gambucci ist Direktor des SIGI.

Herr Gambucci, das Syndicat intercommunal de gestion informatique (SIGI) ist ein wichtiger Akteur für die Gemeinden, die Mitglied im SIGI sind. Welche Aufgaben hat Ihre Einrichtung?

„Wir bieten verschiedene Dienstleistungen rund um die kommunale Verwaltung mit 103 Gemeinden, die Mitglied des SIGI sind, in folgenden Bereichen: Buchführung, Verwaltung technischer Dienstleistungen, Rechnungswesen, Bevölkerungs- und Personenstandsverwaltung. Einer der für die Bürger augenfälligsten Dienste ist Macommune.lu. Und, um das Bild zu vervollständigen, wir sind die treibende Kraft der rechnergestützten Verwaltung der Dienstleistungsschecks. Herr Majerus, der das Projekt im Familienministerium leitete, hatte uns kontaktiert, damit wir das Ministerium bei der konkreten Organisation und Umsetzung der kommunalen Verfahren rund um die Dienstleistungsschecks und die Kinderbetreuungseinrichtungen Maison Relais unterstützten. Das System wurde im März 2009 in Betrieb genommen.

Ende November dieses Jahres implementieren wir Luxtrust offiziell in unseren Systemen. Bürger, Beamte und Gemeinderatsmitglieder können dann ein Identifikationssystem und eine elektronische Signatur nutzen, die sich durch ihre besondere Leistungsfähigkeit auszeichnen.

Auf der Basis dieser Instrumente unterstützen wir kommunale Zusammenlegungen, den Betrieb der Sozialbehörden auf Landesebene, die Verwaltung der meisten Syndikate sowie unser Ministerium bei der Umsetzung des neuen kommunalen Kontenplans sowie des mehrjährigen Finanzplans. In diesen Bereichen sorgen wir natürlich für Schulungen in Zusammenarbeit mit dem INAP (Institut national d’administration publique) und die berufliche Begleitung unserer Beamten im Dienste des Bürgers im Rahmen einer individuellen Betreuung.

Macommune.lu wurde Ende 2010 in zwei Pilotgemeinden eingeführt. Wie ist der heutige Stand?

„Was für das Privatleben gilt, gilt auch für uns. Anders ausgedrückt, die Geschwindigkeit, in der eine Lösung umgesetzt und angepasst wird, ist ein wichtiges Element unseres Erfolgs. Innerhalb weniger Monate haben wir 55 Gemeinden auf die Nutzung von Macommune.lu umgestellt. Das ist eine kritische Masse, die für das Überleben und die künftige Entwicklung der Lösung ausreicht. Von den 260.000 potenziell betroffenen Personen nutzen bereits heute 30.000 die Lösung aktiv. In absoluten Zahlen ist das wenig. Aber in relativen Zahlen macht das mehr als 10 % aus, und das ist mit Blick auf die europäischen Benchmarks enorm! Die 170.000 über Macommune.lu elektronisch erteilten Anträge haben dieselbe Anzahl an Behördengängen überflüssig gemacht. Und das ist nur der Anfang eines Erfolgs für unsere Umwelt.

Allgemein betrachtet ist Macommune.lu ein Mittel, um an der Errichtung eines globalen demokratischen Umfelds mitzuwirken. Wir bieten eine interaktive Lösung, dank der sich die Bürger und Gemeinden flexibler miteinander austauschen können.

Wir sind in einem System mit drei beteiligten Akteuren. Der Bürger hat Bedürfnisse und beantragt Dienstleistungen. Das Gemeindepersonal hilft bei der Beantwortung der Anträge und kümmert sich um die Ausführung. Die Gemeinderatsmitglieder sind für den Erfolg der Aktionen ihrer Verwaltung gegenüber dem Bürger verantwortlich und messen diesen Erfolg. Im Grunde genommen ist Macommune.lu für den Bürger die Erweiterung des kommunalen ERP, mit Zugriff aus dessen Daten. Die Lösung ermöglicht den Beamten zu handeln und verschafft den Gemeinderäten Zugriff auf Entscheidungsinstrumente.

Sie haben einen großen Teil Ihrer Karriere in der Privatwirtschaft absolviert. Was haben Sie aus dieser Zeit mitgenommen?

„Aus meiner Berufserfahrung, die ich bei ArcelorMittal gesammelt habe, habe ich mehrere Prinzipien und Vorgehensweisen übernommen, die ich versuche beizubehalten. Vor allem braucht man sehr viel Ehrgeiz, um ein Best in class zu sein. In Luxemburg ist es sicherlich nicht unbedingt einfach, Zugang zu wichtigen Mitteln zu erhalten. Bei gleichem Bedarf können andere Länder deutlich mehr Mittel haben. Aber unsere kurzen Wege und die Erreichbarkeit der wichtigsten Akteure vereinfachen die Aufgabe doch beträchtlich.

Da ich der Generaldirektion und insbesondere dem Finanzdirektor berichte, habe ich auch gelernt, wie man die Ausgaben verwaltet und dabei sparsam aber engagiert bleibt. Dazu muss man die verschiedenen Fachverfahren immer wieder überdenken und optimieren. Anders ausgedrückt, ich versuche, meine Reflexe, so wie ich sie aus der Industrie und der Privatwirtschaft kenne, beizubehalten und sie im öffentlichen Sektor einzusetzen.

Unsere Budgets und unser Ausgabenmodell müssen gegenüber dem, was sich auf dem Markt tut, wirtschaftlich wettbewerbsfähig sein. Obwohl man mit Blick auf die Einstandspreise anderer Strukturen sehen muss, dass unser Spielraum angesichts der operativen Verpflichtungen einer öffentlichen Verwaltung, Ausschreibungen, Pflichten, Genehmigungsfristen etc. ein ganz anderer ist. Man kann es erklären, wie man will, am Ende des Tages gibt es ein Ergebnis und die Kosten dazu.

Ursprünglich hatte SIGI Gescom als „Hauptprodukt“, ein kommunales Verwaltungsinstrument...

Ja, und 2008 widmeten wir noch einen Großteil unserer Anstrengungen auf die Stabilisierung dieses Instruments und dessen Zentralisierung. Es ist reif, stabil und dem Bedarf angepasst. Inzwischen stellen wir jedoch fest, dass die Änderungsanträge zeitgleich mit der Anpassung aller Funktionen dieses Instruments zunehmen: Projektmanagement, analytische Buchführung, Bestandsverwaltung und so weiter und so fort. Dieser Effekt ist unter anderem auf die Entscheidungsinstrumente des Finanz- und Performance-Reporting zurückzuführen, die wir implementiert haben, damit die Gemeinderatsmitglieder einen Überblick über sämtliche Variablen erhalten, die einen Einfluss auf ihren kommunalen Bereich ausüben. Sie verlangen von ihren Beamten einen noch vollständigeren Follow-up, um auf diese Weise ihr Liefer-, Projekt-, Finanz-, HR- und Zuweisungsmanagement weiter zu verbessern.

Die Folge davon sind fundiertere Entscheidungen. Darüber hinaus erkennen sie rasch die Begleitumstände ihrer Entscheidungen. Dank unserer Instrumente verfügen die Kunden sowohl über analytische als auch über vorausschauende Inhalte. Zahlreiche Projekte sind im Rahmen der mehrjährigen Pläne integriert. Indem wir den Gemeinderäten Prognosen über künftige Entwicklungen ermöglichen, versetzen wir sie in die Lage, ausgewogenere und differenziertere Entscheidungen zu treffen. Mit Hilfe synthetisierter Zahlen kann ein Gemeinderat rascher handeln, als wenn er zuerst mehrere Dutzend überschrittene Haushaltslinien analysieren muss. Und an diesem Punkt muss man die großartige Zusammenarbeit mit den Finanzexperten der Gemeinden und unserem, die Dienstaufsicht führenden Ministerium hervorheben, die diesen entscheidenden Schritt in eine noch besser planbare Zukunft ermöglicht haben.

Neben den Gemeinden interagieren Sie mit vielen Gesprächspartnern. Auch die verschiedenen Ministerien oder das CTIE (Centre des Technologies de l'Information de l'État) sind „vorgeschriebene“ Partner...

„Wir sind eine Verwaltungseinrichtung, an die die Gemeinden ihre rechnergestützte Verwaltung delegiert haben.“ Also brauchen sie uns, um zu funktionieren. Tatsächlich erfüllen wir für sie dieselbe Aufgabe wie unsere Freunde vom CTIE für den Staat und die Ministerien. Aus diesem Grund treffen wir uns auch regelmäßig. Ziel dieser Meetings ist es, die Art und Weise festzulegen, mit der wir die Aufgaben im Interesse der Bürger angehen. Wir koordinieren unsere Arbeit, um zu einer einzigen und nicht zu mehreren, unnötig miteinander konkurrierenden Lösungen für Luxemburg zu kommen.

Es liegt im Interesse aller, dass wir die Behörden und Bürger erfolgreich miteinander vernetzen. Stellen Sie sich einen Vorgang vor, für den die Mitwirkung von zwei Gemeinden und zwei Ministerien notwendig ist. Da macht es keinen Sinn, wenn der Bürger vier aufeinanderfolgende Behördengänge unternehmen muss, um seinen Vorgang voranzubringen. Wichtig ist, dass es eine Anlaufstelle für ihn gibt, um sein Anliegen zum Ausdruck zu bringen. Anschließend muss es möglich sein, dass er die Weiterentwicklung seines Vorgangs Schritt für Schritt verfolgen kann. Und dafür muss Optimierungsarbeit geleistet werden.

Man muss Redundanzfaktoren aufspüren und ausschalten. Wenn Sie sich bei Ihrer Verwaltung einloggen, müssen dazu — natürlich unter Einhaltung der Regeln der CNPD (Datenschutz) — die bekannten Daten zur Verfügung stehen. Ferner ist wichtig, dass Sie nur das ergänzen müssen, was für die Stellung Ihres Antrags notwendig ist. Die beigefügten Dokumente und Signaturen sind nur ergänzende Elemente Ihres Antrags. Ziel ist, Ihnen Behördengänge zu ersparen und Ihnen Transparenz bei der Durchführung des Verfahrens zu verschaffen.

Auch aus diesem Grund haben wir Luxtrust eingeführt. Es ist ein gutes standardisiertes Identifikationstool, aber vor allem ein Tool für die elektronische Signatur der Benutzer, das zu einer Vereinfachung der Transaktionen führt.

Wir stehen somit nicht in Konkurrenz zu anderen öffentlichen Akteuren, sondern bilden eine Ergänzung zu ihnen. Vergleichbar mit einem Rad in einem globalen Getriebe zum Wohl des Bürgers. »

LAUFBAHN - Teamplayer

Nach seiner Schulzeit am Knabengymnasium in Esch-sur-Alzette erlangte Carlo Gambucci, heute 47 Jahre alt, einen Magisterabschluss für Informatik und Management der Université de Nancy 2. Seine Karriere begann er als Netzwerkbetreuer bei dem ehemaligen luxemburgischen Stahlkonzern Arbed. „Danach habe ich im Bereich Unternehmensinformatik gearbeitet“, erklärt er. Bei den Fusionen des Konzerns, sei es bei Arbed-Aceralia, Arcelor oder bei ArcelorMittal, ging es immer darum, die Konsolidierungs-, Controlling-, Finanz-, M&A- und Revisionsabteilungen bei der Konsolidierung von Daten der weltweiten Tochtergesellschaften zu unterstützen. Dies erfolgte auf einer zentralisierten Plattform mit 50.000 Nutzern im sogenannten „Château Arbed“, avenue de la Liberté.“

Im September 2007 kam er zu SIGI. „Ich stellte mir die Frage, ob ich etwas für einen Chef oder für mein Land leisten wollte. Das SIGI fördert die Produktivität des Landes. Es steuert Elemente bei, durch die das Fundament für den elektronischen Austausch zwischen dem Bürger und der Verwaltung geschaffen wird. Ich habe da ein enormes Potenzial für die Verwaltungsvereinfachung gesehen. Deshalb habe ich mich entschieden, hierher zu kommen.

Quelle: Paperjam

1. Dezember 2011

Das interkommunale Syndikat für EDV-Verwaltung (Syndicat Intercommunal de Gestion Informatique - SIGI) hat die neuen Gemeindeabgeordneten zu seinem ersten „Tag der Abgeordneten“ im Kulturzentrum Schéiss in Luxemburg-Stadt eingeladen.

In seiner Begrüßungsrede ließ Yves Wengler, Präsident des SIGI, im Schnelldurchgang die Geschichte des Syndikats seit seiner Gründung 1982 Revue passieren. Heute gehören 94 von 106 Gemeinden (Stand am 1.1.2012 nach Zusammenlegungen) dem Syndikat an. Es hat sich inzwischen zum Partner der Ministerien entwickelt, insbesondere des Ministeriums des Innern, für Wohnungswesen, für Familie und Wirtschaft, damit die auf nationaler Ebene getroffenen politischen Entscheidungen auf lokaler Ebene umgesetzt werden können. Seit den Anfängen, als es im Wesentlichen um Verwaltungstools ging, haben es viele Anwendungen ermöglicht, die Dienstleistungen für die Bürger zu verbessern, bis hin zur Einführung von macommune.lu, einer Plattform für die Interaktion von Bürgern und lokaler Verwaltung. Im Rahmen beachtlicher Investitionen werden jährlich 25.000 Personentage für die Entwicklung und Perfektionierung der Anwendungen aufgewendet. Zum Abschluss hat Yves Wengler erneut auf die Herausforderungen hingewiesen, denen sich die Gemeinden stellen müssen, und nannte hierbei die sozialen und ökologischen Herausforderungen sowie die wachsenden Erwartungen der Bürger. In Bezug auf die verantwortlichen Politiker verlangt der schwierige wirtschaftliche Hintergrund in erster Linie eine verbesserte Finanzverwaltung vonseiten der Gemeinden, wofür ab 2012 ein neues Tool einsatzbereit sein wird.

Schließlich legte Georges Kioes, der bei Deloitte für den öffentlichen Sektor verantwortlich ist, eine Bestandsaufnahme zum Thema E-Governance in Europa vor. Auf der Grundlage der jüngsten Zahlen wies Herr Kioes auf den Zeitraum hin, der zwischen dem Beginn des Internetzeitalters und der täglichen Nutzung des Web für die Beziehungen zwischen dem Bürger und den Behörden verging, wobei die Unternehmen schneller mit den E-Services zurecht kamen als die Privathaushalte. Für Privatpersonen geht es bei der Nutzung bisher hauptsächlich um die Erlangung von Informationen, wobei die Interaktionsmöglichkeiten noch zu kurz kommen. Das Angebot, die Ergonomie und die Benutzerfreundlichkeit sind wesentliche Faktoren, die den Bürger bestimmt überzeugen werden. Er muss sich seiner Vorteile und der Zeitersparnis bewusst werden. Unter diesem Aspekt werden die Mobil-Anwendungen für Smartphones und Tablet-Computer in Zukunft eine wesentliche Rolle spielen. In ganz Europa werden in dieser Hinsicht Milliarden investiert, die bald in Bezug auf die Rentabilität Früchte tragen werden. Zum Beispiel liegt das von der Europäischen Zentralbank bezifferte Einsparpotenzial im Falle der Einführung der elektronischen Rechnungsstellung bei 0,8 % des BIP. Luxemburg ist bei seiner Entwicklung zwischen 2008 und 2010 ins Hintertreffen geraten und ist in Europa von Rang 10 auf Rang 17 abgerutscht. Wenn von „Best in Class“ die Rede ist, verweist Herr Kioes insbesondere auf das Vereinigte Königreich und Spanien.

Carlo Gambucci, Direktor von SIGI, leitete seine Rede mit der Frage ein: Sind wir bereit, uns diesen Herausforderungen zu stellen? Es versteht sich von selbst, dass eine Gemeinschaft von einigen tausend Einwohnern nicht im selben Maße Ressourcen mobilisieren kann, wie das Städte wie London oder Paris tun. Die einzige Möglichkeit, die notwendige kritische Masse zu erreichen, ist die Zusammenfassung aller Kräfte, wie dies SIGI für die Gesamtheit der Gemeinden tut. Eine kurzer Überblick hat gezeigt, wie die modernen Telekommunikationsmittel unsere Lebensgewohnheiten bereits verändert haben, wie beispielsweise das Online-Banking oder der Online-Handel, die Organisation von Reisen usw. SMS und E-Mails werden immer beliebter, das Briefeschreiben kommt aus der Mode. Gerade das Angebot fördert die Nutzung. Er erinnerte die neu gewählten Abgeordneten daran, dass sie der Motor des Wechsels sind und dass es darauf ankommt, die Kommunikation zu pflegen und die neuen Dienste zum Wohle des Bürgers nutzbar zu machen. Carlo Gambucci unterstrich ferner die bedeutende Rolle der Beamten in diesem Prozess, die als Vorreiter des Wechsels fungieren und dafür sorgen sollen, dass die Bürger aufgeschlossen und motiviert mit den neuen Möglichkeiten umgehen, da am Ende sie die großen Gewinner der ganzen Entwicklung sein werden. Je mehr Verwaltungsaufgaben automatisch erledigt werden können, desto mehr Zeit werden sie dem Bürger widmen können, damit sie ihm Gehör schenken und ihn entsprechend beraten können. Carlo Gambucci präsentierte anschließend zahlreiche Optionen des neuen Verwaltungstools zur Finanzanalyse. Außer der Planungen für das Ministerium des Innern werden die Abgeordneten Zugriff auf finanzielle Instrumente erhalten, die es ihnen ermöglichen werden, Risiken zu mindern und die Ausgaben bzw. Einnahmen zu kontrollieren. Sie sind in der Lage, die Effizienz ihrer Anstrengungen auf der Grundlage objektiver und geeigneter Kriterien zu vergleichen und zu überwachen.

Zum Abschluss vereinbarte Carlo Gambucci ein Treffen mit den Abgeordneten, um nächstes Jahr gemeinsam den 30. Jahrestag des Bestehens des Syndikats zu begehen.

Mitteilung (29.11.2011)

Pressekonferenz zur Bekanntgabe des Zugangs zur Internetseite macommune.lu mit LuxTrust

Der Minister für Wirtschaft und Außenhandel, Jeannot Krecké, gab am 29. November 2011 bekannt, dass der Zugang zur Internetseite macommune.lu von nun an mit den Produkten von LuxTrust möglich sei. Mit Blick auf eine Vereinfachung von Behördengängen können sich die Kunden von LuxTrust mit derselben hohen Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit bei der Internetseite macommune.lu wie auch bei Guichet.lu oder ihrer Bank einloggen. Der Schutz und die Vertraulichkeit ihrer persönlichen Daten ist dabei gewährleistet.

Der Anmeldevorgang bei macommune.lu ist sehr einfach, und zwar unabhängig davon, über welches LuxTrust-Produkt Sie verfügen. Bei der ersten Anmeldung kann durch eine einfache Identifikation mittels der Tan Card (diese Karte wird von SIGI automatisch an die Haushalte verschickt) diese mit Token LuxTrust (oder jedem anderen Produkt von LuxTrust) synchronisiert werden. Alle nachfolgenden Anmeldungen können mit diesem einzigen LuxTrust-Produkt vorgenommen werden. Bis heute sind bereits 88.000 Tan Cards an verschiedene Haushalte in Luxemburg versendet worden.

Ab Januar 2012 ermöglicht ein zweiter Teledienst von macommune.lu den Abonnenten neben der Erstauthentifizierung auch ihre verwaltungstechnischen Formalitäten online mit dem LuxTrust-Produkt mittels elektronischer Signatur zu erledigen.

Die Dienste über LuxTrust stehen von nun an in mehr als 55 Gemeinden zur Verfügung und erreichen mehr als 260.000 Bürger.

Heute benutzen bereits 120.000 Personen Produkte von LuxTrust im Alltag, und zwar vor allem in Bank- und Behördenanwendungen. Die Produkte sind multiapplikativ, d. h. sie können in verschiedenen Anwendungen genutzt werden. Ein einziges Produkt genügt, um Zugang zu einer Vielzahl von staatlichen Diensten, Diensten von Banken und neuerdings auch kommerziellen Serviceleistungen zu erhalten.

Um weitere Informationen zu erhalten, können sich die Benutzer von macommune.lu während der Einführungsphase von LuxTrust an die Mitarbeiter von SIGI wenden oder sich die Anschauungsvideos unter www.macommune.lu ansehen.

Mitteilung des Ministeriums für Wirtschaft und Außenhandel und des Syndicat Intercommunal de Gestion Informatique

Marc Lies, Bürgermeister

MaCommune.lu aus der Sicht von Hesperange

80 % der Bevölkerung haben zu Hause über einen Computer, und immer häufiger auch über ein Mobiltelefon („iPhone“ etc.) oder einen Tablet-Computer („iPad“ etc.) Internetzugang. Dank der „macommune.lu“-Dienste und der intensiven Einbindung der Gemeindebeamte können die Bewohner von Hesperange immer mehr administrative Angelegenheiten erledigen, ohne die Behörden aufsuchen zu müssen.

Ein weiterer Beleg für den wachsenden Erfolg der Initiative: Mehr als 760 Personen haben den Textnachrichten- oder SMS-Service („sms2citizen“) der Gemeinde abonniert.

Den vollständigen Artikel finden Sie in SIGIview, Ausgabe 2-2011

Alex Bodry, Bürgermeister

macommune.lu aus der Sicht von Dudelange

Alex Bodry

Die Teilnahme am Projekt macommune.lu fügt sich in die von Dudelange angestrebte Reform der Dienstleistungen für die Bürger, die leichter zugänglich sein und besser wahrgenommen werden sollen (das „Biergercenter”). Über das Internet schafft diese neue Art des Behördengangs zeitliche Vorteile (Behördengänge online), eine verbesserte Transparenz der kommunalen Abläufe und eine neue Form der Beteiligung.

Dudelange bietet seit 8 Jahren Computer- und Internetkurse an. Bisher haben bereits 2000 Bürger der Gemeinde erfolgreich an diesen Kursen teilgenommen. Dudelange setzt dieses Angebot fort, um die Nutzung von „macommune.lu” und neuer Technologien im Allgemeinen zu fördern.

Die Kommunalverwaltung arbeitet mit „Sharepoint”, d. h. die Kommunalbeamten arbeiten enger zusammen und die Bearbeitungszeiten verkürzen sich. Nach einer Schulung, die sie mit den Funktionen dieses Programms vertraut macht, können sie ihre Aufgaben leichter erledigen.

Den vollständigen Artikel finden Sie in SigiVIEW, Ausgabe 1-2011